Erde tauschen

Dieses Projekt bezieht sich auf die gleichnamige Aktion des Happening-Gründers Allan Kaprow aus den 1960/70er Jahren. Darin tauscht er Erde, und mit jedem Tausch entsteht eine weitere Geschichte…

Diese Aktion ist Ausgangspunkt, um dem Thema Erde weiter zu folgen und bei Sachkundigen nachzufragen. Woraus besteht Erde? Wie können wir sie fruchtbar machen? Wie ihr Sorge tragen? Auf einer metaphorischen Ebene geht es um das Schaffen einer Grundlage für den neuen Kulturort, um den Boden als gemeinsames Gut und als Verbindendes Element unter den Menschen. Angedacht sind künstlerische Interventionen und öffentliche Aktionen für und mit dem Ort und seinen Menschen.

Ankündigung:

Erde tauschen
Werke von zeitgenössischen Künstler*innen
Erd-Stationen rund um das Atelier

Vernissage: Samstag, 5. Juni 2021, 18 Uhr

Offen: vom 6. Juni bis 25. Juni 2021
Do/Fr 17:00-20:00
Sa/So 14:00-17:00

Finissage: Sonntag, 27. Juni 2021

Pressetext:

«Erde tauschen»

Zwei künstlerische Interventionen

Werke von zeitgenössischen Künstler*innen im Zschokke-Atelier Erd-Stationen rund um das Atelier

Ein neues Projekt belebt das verwunschene Wettsteinhäuschen. Nachdem die verbliebenen Zschokke-Skulpturen durch das Überführen in den Alltag wieder belebt worden sind, soll nun auch der Boden des vergessenen Stückchens Erde bearbeitet, belebt und erneuert werden.

Das Projekt „Erde tauschen“ setzt sich mit dem Werkstoff ‚Erde‘ auseinander und entwickelt zu diesem Thema künstlerische Interventionen.
Damit eröffnet das Projekt einen Denk- und Handlungsraum zu aktuellen Fragen nach Ressourcen und dem Umgang mit unseren Lebensgrundlagen.
Das Projekt nimmt seinen Ausgangspunkt im und um das verwunschene Wettsteinhäuschen mit dem Zschokke-Atelier.
Die Grundidee bezieht sich auf die gleichnamige Aktion des Begründers des Happening Allan Kaprow aus den 1960/70er Jahren. Darin tauscht er mit verschiedenen Leuten Erde, und mit jedem Tausch entsteht eine weitere Geschichte… An diesem Punkt setzt das Projekt an und sammelt „Erdgeschichten“ aus verschiedenen Bereichen wie Biologie, Archäologie, Soziologie,…

Es gibt insgesamt sechs „Erdgeschichten“ aus unterschiedlichen Perspektiven mit verschiedenen Kooperationspartnern wie der Stadtgärtnerei Basel, der Archäologischen Bodenforschung Basel, der Landschaftsmythologie, des Gemeinschaftsgartens Landhof und des Projekts „Sounding Soil“. Mit jedem weiteren Blickwinkel rückt eine neue Frage in den Vordergrund wie etwa „Wie entsteht Erde?“, „Woraus besteht sie?“, „Wie klingt es aus dem Boden?“ oder „Was verbirgt sich alles in ihr?“ Diese „Geschichten“ werden auf Tafeln niedergeschrieben. Diese werden während der Laufzeit der Ausstellung vom 5. bis 27. Juni 2021 an den jeweils spezifisch ausgesuchten Orten im Wettsteinquartier öffentlich zugänglich sein. In einem Faltplan sollen alle Orte verzeichnet und damit erkundet werden können.

Als zweite Intervention erschaffen Kunstschaffende aus der Region – Nadine Cueni, Matthias Frey, Katharina Kemmerling, Max Leiss und Maude Léonard-Contant – aus Erde und Ton vom Wettsteinhäuschen eigene Objekte. Die aus diesem Rohmaterial entstandenen Objekte werden zeitgleich vom 5. bis 27. Juni 2021 im Zschokke-Atelier ausgestellt.

Mit diesen beiden Interventionen werden unterschiedliche Zugänge zum Thema Erde erprobt, praktiziert und öffentlich zugänglich gemacht. Damit sollen überraschende Einblicke und Einsichten in unsere tragende Schicht möglicht werden!

Wir wünschen viel Vergnügen und Freude – auf dass wir uns genüsslich erden können, in einer Zeit, in der physische Kontakte auf der Strecke bleibt!

Wett – Atelier für plastisches Wirken
Claragraben 38, 4058 Basel
Vernissage: Samstag, 5. Juni 2021, 18 Uhr
Laufzeit: 6. Juni bis 27. Juni 2021
Öffnungszeit: Do / Fr 17:00-20:00  und Sa / So 14:00-17:00
wett-basel.ch